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Spezial- & Tatortreinigung

Tatortreinigung

Wir werden gerufen, wenn es zu einem Leichenfund kommt und der Tatort gereinigt werden muss. Sobald Polizei und Bestatter ihre Arbeit erledigt haben und der Raum vom Verantwortlichen freigegeben wurde, kommen wir zu den Tatorten oder Leichenfundorten. Nicht jeder Tatort ist immer ein Tatort, nicht jede Leiche wurde Opfer eines Tötungsdelikts. Meistens kommt es aber vor, das jemand durch einen Unfall ums Leben kommt oder einen Suizid begeht. Eine natürliche Todesursache ist die häufigste Ursache. Gerade in anonymen Hochhäusern, oder wo ältere Mitmenschen alleine leben, kommt es vor, dass ein Todesfall nicht sofort bemerkt wird, sondern erst Tage später – beispielsweise von einem Nachbarn, der aufgrund der Geruchsbelästigung oder wegen Insektenbefall aufmerksam wird.

Der Tod hält sich natürlich nicht an Öffnungszeiten. Deswegen haben wir als Tatortreiniger rund um die Uhr einen Notfallkontakt: Unter 0800 700 22 10 erreichen Sie uns 24 Stunden am Tag – ohne Ausnahme.

Eine Tatortreinigung oder Unfallreinigung erfordert Diskretion und erfolgt vollkommen professionell. Pietät und Wahrung der Würde des Verstorbenen sind uns sehr wichtig. Je nach Todesursache und wie lange sich der Tod schon eingestellt hat, unterscheidet sich unsere Arbeit. Da der Leichnam meist schon durch den Bestatter entfernt wurde, ist es für die Tatortreinigung wichtig zu wissen, woran der Tote gestorben ist oder ob der Verstorbene eventuell an einer ansteckenden Krankheit litt.

Word Cloud zum Thema Desinfektion & Hygiene

Unsere Leistungen in der Tatort- & Spezialreinigung (Quelle: 122413623 – Disinfection word cloud © fotolia.com – ibreakstock)

Prozesse in der Zeit nach dem Tod

In den ersten 24 Stunden nach dem Tod sind die Verwesungsvorgänge im Körper noch nicht wesentlich ausgeprägt. Die Verwesung selbst kann nur mit Hilfe von Sauerstoff stattfinden. Es kommt zur sogenannten Autolyse, bei der wo körpereigene Enzyme ohne Beteiligung von Mikroorganismen die abgestorbenen Zellen auflösen. Diese Prozesse kommen nach dem Tod noch nicht sofort zum Erliegen. Die Autolyse geht von Darmbakterien aus, startet im Bauchbereich und verbreitet sich mit der Zeit im ganzen Körper. Die Darmbakterien nennen sich Escherichia coli und zersetzen Hämoglobin im Blut. Durch Fäulnisgase kommt es zu einer grünlichen Färbung der Bauchhaut. Die Hauptzersetzer werden Saprophyten genannt. Zudem kommen Hefepilze und Schimmelpilze dazu.

Je länger der Tote liegt, umso mehr verflüssigen sich die Weichteile. Durch Bakterien entstehen Gase, welche Weichteile und Schwellkörper aufquellen lassen. Dieses Gas entfacht auch den unverwechselbaren stechend, süßlichen Geruch.

Hygiene & Gesundheitsschutz bei der Tatortreinigung

Hygiene ist hier sehr wichtig. Wir arbeiten ausschließlich mit Schutzanzug und Maske. In den ersten Stunden reicht oftmals eine einfache Reinigung und Desinfektion aus. Liegt der Tote allerdings schon länger, und Körperflüssigkeiten treten aus, wird es sehr aufwendig, die hinterlassenen Körperreste wie Gewebe und Gewebereste, oft auch Blut und Erbrochenes zu entsorgen.

Natürlich ist auch der eigene Gesundheitsschutz sehr wichtig, da menschliche Überreste durch eventuell vorhandene Viren immer als infektiös anzusehen sind. Diese müssen vollkommen beseitigt werden, weshalb eine Desinfektion der Umgebung extrem wichtig ist, damit keine Gefahr für die Gesundheit anderer besteht. Teilweise müssen auch Möbel, Matratzen oder Böden komplett entfernt werden, da Körperflüssigkeiten durchgesickert sind. Solche Gegenstände werden gut verpackt und anschließend verbrannt.

Nach einer gründlichen Reinigung muss eine Geruchsneutralisation durchgeführt werden. Dafür werden spezielle Mikroorganismen verwendet. Diese Mikroorganismen arbeiten auf eine biologische Weise. Sie spalten Geruchsmoleküle auf, wodurch der Geruch neutralisiert wird. Unsere Arbeit als Tatortreiniger ist damit abgeschlossen. Man sollte nicht vergessen, dass der Tod des einen eine Nahrungsquelle für den anderen (Aasfresser, Mikroorganismen) liefert und ein fortwährender Kreislauf der Natur ist.

Illustration einer geteilten Welt

Gehören unzertrennlich zusammen: Leben und Tod (Quelle: 162762393 – geteilte welt © fotolia.com – jozsitoeroe)

Spezialreinigung

Eine weiterer Schwerpunkt unserer Tätigkeiten ist die Spezialreinigung, z. B. bei Messi-Wohnungen. Der Begriff „Messi“ stammt vom englischen Wort „mess“ (Unordnung). Menschen mit Messi-Syndrom leiden an einem zwanghaften Horten. Das Syndrom gehört zu den psychischen Störungen. Messis können Wert und Nutzen von Gegenständen nicht richtig einschätzen. Deshalb sammeln sie zwanghaft wertlose und verbrauchte Dinge. Sie leiden unter Deorganisierungsproblemen und versäumen soziale Pflichten.

Dies führt zur sozialen Isolation. Auch Scham und Schuldgefühle spielen eine große Rolle, da sich der Betroffene seiner Handlung zwar bewusst ist, sich aber außerstande sieht, sein Verhalten zu ändern. Durch das Ansammeln von Dingen, Zeitungen, Lebensmittelverpackungen und ähnlichem kommt es zur mangelnden Hygiene und Geruchsbelästigung. Das Entrümpeln einer Messiwohnung ist sehr arbeitsintensiv. Urin, Fäkalien und Ungeziefer sind meist mit Krankheitserreger versehen, somit muss die Entsorgung fachgerecht stattfinden – beispielsweise durch Pestbusters.

Auch eine Schädlingsbekämpfung am Tatort ist fast immer notwendig. Dabei muss natürlich auch unterschieden werden, ob wirklich alles nur Müll ist, oder ob sich darunter auch Wertgegenstände befinden. Auch muss die Aktensicherung gewährleistet sein, die wir gerne übernehmen. Zu guter Letzt muss auch eine professionelle Geruchsbeseitigung erfolgen.

Tierhorter

Parallel dazu wird nicht nur Müll gesammelt, sondern auch Lebewesen. Dieses verwandte Syndrom wird Animalhording genannt. Die Störung ist noch nicht wissenschaftlich anerkannt, Ursachen hierfür sind noch nicht vollständig geklärt. Auffällig ist allerdings, dass Tierhorter oft allein leben. Deshalb wird vermutet, dass Einsamkeit und soziale Isolation eine große Rolle spielen. Da Tiere oft sehr wertvoll sind oder als Familienangehörige angesehen werden, muss hier sehr behutsam vorgegangen werden.

Katzen, Hunde, Wellensittiche, Kaninchen oder Leguane: Tierhorter sammeln  jede Art von Tieren. In einer Wohnung leben als Folge viel zu viele Tiere auf engsten Raum. Der Besitzer ist unfähig, für die Säuberung der Käfige oder der Wohnung Sorge zu tragen oder genügend Nahrung für die Tiere bereit zu stellen. Der Tierhalter selbst erkennt die Missstände nicht. In den meisten Fällen befinden sich zudem auch tote Tiere in der Wohnung eines Animalhorders. Die Tierkadaver werden nicht entsorgt. Zusammen mit Kot und Urin verwahrlost nicht nur die Wohnung, sondern auch Mensch und Tiere. Dadurch entsteht ein hohes Infektionsrisiko, da eine solch massiv verschmutzte Umgebung ein hervorragender Nährboden für Keime ist.

Die Erstversorgung der Tiere muss vom Vetärinäramt geklärt werden, da viele Tiere auf einmal für ein einzelnes Tierheim ein Logistikproblem darstellen. Nachdem die Wohnung eines Tierhorters gesäubert und desinfiziert wurde, steht die Geruchsbekämpfung an, um die Arbeiten abzuschließen.