Kammerjäger Lexikon

Schadnager Ratten

1

Quelle: 55949384 – Brown rat, Rattus norvegicus © Erni

Wanderratte:

Körperform: kräftig gebaut mit breitenm Kopf, kleinen runden Ohren.
Färbung: graubraun bis dunkelbraun mit grau/weißer Bauchfärbung.
Größe: bis zu 30cm ohne Schwanz; Schwanzlänge bis zu 23 cm
Gewicht ca. 180 – 500g
Würfe: 5-10 Würfe mit bis zu 8 Jungen pro Jahr
Allgemein: Allesfresser, Kulturfolger, dämmerungs- und nachtaktiv, leben bevorzugt in Erdhöhlen, gute Schwimmer und Kletterer, können sich durch Beton nagen.

2

Quelle: 78466727 – brown domestic rat © annaav

Hausratte:

Körperform: schlanker Körperbau, spitzer Kopf, große spitze Ohren.
Färbung: braunschwarz bis graubraun. Brauner bis grau-weißer Bauch.
Größe: 15–25 cm ohne Schwanz, Schwanzlänge 18–25 cm.
Gewicht ca. 200–400 g.
Würfe: 4–8 Würfe mit bis zu 8–15 Jungen pro Jahr.
Allgemein: sehr gute Kletterer und Schwimmer, bevorzugen wasserreiche Umgebung und pflanzliche Kost.

Schadnager Mäuse

3

Quelle: 67864013 – Hausmaus © bennytrapp

Hausmaus:

Körperform: kleiner spitzer Kopf mit großen Ohren, schlanker Körperbau.
Färbung: dunkelgrau bis braun-grau.
Größe: 7–9 cm ohne Schwanz, Schwanzlänge bis 9 cm.
Gewicht ca. 12–30 g.
Würfe: 7–8 Würfe mit bis zu 4–16 Jungen pro Jahr.
Allgemein: hervorragende Kletterer, können sich in Löcher mit einem Durchmesser von 8 mm zwängen, Allesfresser, kommen ohne Wasser zurecht, wenn die Nahrung nicht zu trocken ist.

4

Quelle: 90578354 – Rötelmaus schaut aus ihrem Mauseloch © Schmutzler-Schaub

Rötelmäuse:

Körperform: klein, untersetzt, kleine Augen und Ohren, stumpfe Nase.
Färbung: rotbraunes Rückenfell, Bauchfell ist weiß bis beige.
Größe: 8–12 cm lang, Schwanzlänge 3–7 cm.
Gewicht: ca. 15–40 g.
Würfe: 3 Würfe mit bis zu 7 Jungen in der Lebenszeit eines Weibchens.
Allgemein: Überträger des Hantavirus, ernähren sich von Beeren, Kräutern, Samen, Insekten, plündern Vogelnester, bevorzugen schattige und feuchte Bereiche in Waldgebieten, aber auch auf Weiden und in Hecken, legen unterirdische Gänge wenige Zentimeter unter der Oberfläche an, tag- und nachtaktiv.

5

Quelle: 49399700 – Common Vole (Microtus arvalis) © creativenature.nl

Wühlmaus – Schermaus

Körperform: großer gedrungener Körper mit stumpfem Kopf, die Ohren sind klein, fast komplett im Pelz versteckt.
Färbung: braungrau bis rotbraun.
Größe: Körperlänge ca. 13–16,5 cm, Schwanzlänge ca. 5–9 cm.
Gewicht: ca. 65–130 g.
Würfe: 3–5 Würfe im Jahr mit 2–9 Junge.
Allgemein: besiedeln feuchte, schattige Lagen, Brachland und Flächen, die wenig bearbeitet werden, lichte Laubwälder, Wiesen, Gärten, Obstanlagen und Forstkulturen. Nahrung: frische Wurzeln und Sprossteile von krautigen Pflanzen. Pflanzenteile mit geringem Wassergehalt, z. B. Samen, werden gemieden.

Wespen, Hornissen & Bienen

6

Quelle: 86948108 –  Deutsche Wespe beim Nestbau © Karin Jähne

Deutsche Wespe:

Erkennungsmerkmal: 3 schwarze Punkte auf dem Kopfschild.
Färbung: schwarz-gelb.
Größe: Königin bis 20 mm, Drohne 13–17 mm, Arbeiterin 12–16 mm.
Staatengröße: 3000–7000 Tiere, Extremfälle bis zu 10.000 Tiere.
Allgemein: einjähriger Staat, Nestbauweise: blättriger Mantel mit grau-beiger Färbung, in der Regel kürbisgroß, in dunklen Bereichen wie Rollokästen oder Dachböden, aber auch in alten Maulwurfs-/Nagerbauten.

7

Quelle: 43277623 – Common wasp, Vespula vulgaris on wasp’s nest, high magnificatio © Henrik Larsson

Gemeine Wespe:

Erkennungsmerkmal: schwarzer Strich auf dem Kopfschild, der sich nach unten hin wie ein Anker verbreitet.
Färbung: schwarz-gelb.
Größe: Königin bis 20 mm, Drohne 13–17 mm, Arbeiterin 12–14 mm.
Staatengröße: 3000–10.000 Tiere, Extremfälle bis zu 50.000 Tiere.
Allgemein: einjähriger Staat, Nestbauweise: kugelförmig mit grau-beiger Färbung, in der Regel medizinballgroß, in dunklen Bereichen wie Rollokästen oder Dachböden, aber auch in alten Maulwurfs-/Nagerbauten.

8

Quelle: 91284270 – Hornissen, Nesteingang © Michael Tieck

Hornissen

Färbung, Erkennungsmerkmal: vorderer Körperteil braun-rot gemustert, hinterer Körperteil schwarz-gelb gemustert.
Größe: Königin bis zu 35 mm, Arbeiterinnen 18–25 mm, Drohnen 21–28 mm.
Allgemein: Staatengröße 500–700 Tiere, Nest beige, in geschützten Bereichen gebaut, kürbisgroß. Geschützte Tierart.

9

Quelle:82160359 – Honigarbeit © rupbilder

Bienen – westl. Honigbiene

Färbung, Erkennungsmerkmal: bräunlich schwarz-gelb, leichter Fellansatz.
Größe: Königin 15–18 mm, Drohnen 13–16 mm, Arbeiterinnen 11–13 mm.
Allgemein: leben in Staaten, 40.000–60.000 Bienen maximal im Staat, Königin legt bis zu 2000 Eier am Tag, bauen Wabennest, ernähren sich von pflanzlichem Nektar, stehen unter Artenschutz: 80 % aller Pflanzenarten sind auf die Fremdbestäubung der Bienen angewiesen.

Schaben

10

Quelle: 71770708 – German cockroach, Blattella germanica on yellow wall, profile. © Mushy

Deutsche Schabe:

Erkennungsmerkmal: 2 parallele schwarze Streifen auf dem Rücken.
Färbung: hell- bis dunkelbraun.
Größe: 13–16 mm.
Allgemein: Allesfresser, geschlechtsreif nach 2–3 Monaten, Lebenserwartung des voll entwickelten Insekts: 100–200 Tage; 4–8 Ootheken (Eipakete) mit 36 Eiern, Lebensraum: Bereiche, in denen Lebensmittel zubereitet, produziert oder weiterverarbeitet werden, bevorzugt warme und feuchte Bereiche.

11

Quelle: 85046776 – Relationship concept : Cockroach make love threesome on white ba © nitimongkolchai

Amerikanische Schabe

Färbung: leuchtend rotbraun mit weiß-gelblichen Flecken am Nacken.
Erkennungsmerkmal: langer schlanker Körper mit langen Fühlern und Beinen.
Größe: 20–40 mm.
Allgemein: bevorzugen feuchte, warme Bereiche mit direktem Zugang zur Nahrung, Allesfresser, Ootheken (Eipakete) werden in Ritzen und Spalten versteckt, ca. 15 Eipakete mit bis zu 28 Eiern.

12

Quelle: 33730737 – Cockroach, Blatta orientalis, laying egg, macro © Mushy

Orientalischen Schabe:

Erkennungsmerkmal: schuppenartiger Panzeraufbau.
Färbung: dunkelbraun bis schwarz.
Größe: bis zu 30 mm.
Allgemein: Allesfresser, geschlechtsreif nach 5–10 Monaten, Lebenserwartung des voll entwickelten Insekts: 5–6 Monate, 8–22 Ootheken (Eipakete) mit 16 Eiern, Lebensraum: Bereiche, in denen Lebensmittel zubereitet, produziert oder weiterverarbeitet werden, bevorzugt warme und feuchte Bereiche.

Ameisen

13

Quelle: 74325143 – Brown tree ant, Lasius brunneus extreme close-up
© Henrik Larsson

Braune Wegameise

Färbung, Erkennungsmerkmal: Kopf ist hell bronzebraun, der mittlere Körperteil ist gelblich-braun und der Hinterleib dunkelbraun bis schwarzbraun.
Größe: Königin ca. 6–8 mm, Arbeiterinnen 3–4 mm, Männchen 4–5 mm.
Allgemein: legt ihre Nester durch das Aushöhlen von morschem Holz sowohl im Wurzelbereich von Bäumen als auch bis zu vier Meter über dem Erdboden an, sammelt regelmäßig Honigtau von verschiedenen Blattläusen, selten werden auch Insekten oder deren Larven verzehrt, kommt regelmäßig in Häusern vor, wo sie sowohl morsche als auch intakte Balken aushöhlt, auch in Zwischendecken, wo sie ihre Nester in Dämmstoffen wie Styropor anlegt.

14

Quelle: 41635557 – Shiny black wood ant, Lasius fuliginosus on wood © Henrik Larsson

Schwarz glänzende Holzameise

Färbung, Erkennungsmerkmal: tiefschwarze Färbung, stark glänzend.
Größe: Arbeiterinnen 4–6 mm, Königin 6–7 mm, Männchen 4–5 mm.
Allgemein: ernährt sich fast ausschließlich vom Honigtau der Blattläuse, oft bilden sich Ameisenstraßen zu nahe gelegenen Bäume, baut ein sogenanntes Kartonnest aus einer Masse, die aus verschiedenen Feststoffen wie z. B. zerkautem Holz und zu fast 50 Prozent aus Zucker besteht, nagt Hohlräume in Holz und befüllt sie mit dieser schwärzlichen Masse.

15

Quelle: 45560107 – A black worker ant dragging vegetation to the colony © claffra

Schwarze Wegameise

Färbung, Erkennungsmerkmal: Färbung zwischen dunkelbraun und schwarz, die dichte Körperbehaarung ist silbrig.
Größe: Königin 8–9 mm, Arbeiterinnen 3–5 mm, Männchen 3,5–4,5 mm.
Allgemein: Nahrung: zuckerhaltige, hauptsächlich Honigtau, und proteinhaltige Substanzen, hauptsächlich Insekten. Lebt in Gärten unter Steinen, Baumrinde, im Rasen und in Mauerspalten, befällt auch durch den Menschen bewohnte Bereiche.

Motten

16

Quelle: 68670012 – Flour Moth, Pantry Moth (Ephestia kuehniella) © pitris

Dörrobst – Motte:

Erkennungsmerkmal: Flügel mit 2 verschiedenen Farbmustern.
Färbung: Vorderflügelteil hellgrau bis gelb-grau, hinterer Flügelteil gemustert schwarz-kupferrot.
Größe: Körperlänge 4–10 mm, Flügelspannweite 13–20 mm.
Allgemein: bevorzugte Nahrung: Getreideprodukte, Nüsse, Trockenobst, Hülsenfrüchte, Schokolade, Tee, Gewürze, Nudeln und Reis. Entwicklungszeit zum fertigen Insekt ca. 30–40 Tage. Vollentwickeltes Insekt lebt bis zu 2 Wochen ohne Nahrung einzig zum Zweck der Fortpflanzung, pro Gelege bis zu 300 Eier.

17

Quelle: 7099231 – clothing moth © zagorskid

Kleidermotte

Färbung, Erkennungsmerkmal: je nach Nahrung hellgelb bis dunkelbraun, glänzend, Flügel dachartig auf dem Rücken gefaltet.
Größe: Körperlänge 6–9 mm, Flügelspannweite 10–15 mm.
Allgemein: bevorzugt Wohn- und Lagerräume, Weibchen legt 100–250 weiße Eier. Larven der Kleidermotte benötigen das in Tierhaaren, Wolle, Pelzen, Fell enthaltene Protein Keratin. Bei lange gelagerter Kleidung kann eine Massenvermehrung erfolgen. Ausschließlich die Larve schädigt Material, das erwachsene Insekt nimmt keine Nahrung mehr auf und lebt einzig zum Zweck der Fortpflanzung.

18

Quelle: 86986808 – Night Insect Brown Moth © underworld

Mehl – Motte:

Erkennungsmerkmal: fransige Flügelenden.
Färbung: Vorderflügel bleigrau mit schwarzen Punkten und braunen Streifen, hinterer Flügelteil weiß–gelblich.
Größe: Körperlänge 10–14 mm, Flügelspannweite 20–25 mm.
Allgemein: bevorzugte Nahrung: Mehl, Teigwaren und Getreideprodukte. Entwicklungszeit zum fertigen Insekt ca. 50 Tage. Vollentwickeltes Insekt lebt bis zu mehreren Wochen ohne Nahrung einzig zum Zweck der Fortpflanzung, pro Gelege 150–200 Eier.

Fliegen

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Quelle:44120165 – housefly © Andrey Armyagov

Stubenfliege

Färbung, Erkennungsmerkmal: Körper grau mit 4 Längststreifen auf dem Rücken, rote Facettenaugen, Körper komplett behaart.
Größe: 6–7 mm.
Allgemein: lebt 6–42 Tage je nach Umgebungstemperatur und Nahrungsangebot, Mundwerkzeuge saugen an sämtlichen nahrhaften Flüssigkeiten, an festen und wasserlöslichen Stoffen. Eier legen die Weibchen in sich zersetzendes Material ab: Müll, Dung, Nahrungsmittel und Kompost, mehrmals 150–400 Eier, bis zu 15 Generationen im Jahr möglich je nach Entwicklungsbedingungen.

20

Quelle: 4602631 – lucilia sericata
© Annett Goebel

Goldfliege

Färbung, Erkennungsmerkmal: grün-golden glänzend.
Größe: 7–11 mm.
Allgemein: Weibchen legen ihre Eier auf Aas ab, von dem sich die Larven ernähren. Die Fliegen saugen an Aas, fliegen aber auch Blüten an, um Nektar zu saugen, Larven der Goldfliege werden auch als Pinky Maden bezeichnet, aufgrund der Pink-Färbung der Larven.

21

Quelle: 88832455 – Fleischfliege © zdm69

Fleischfliege

Färbung, Erkennungsmerkmal: schwarz-graue Grundfarbe, schachbrettähnliche helle Zeichnung auf dem Hinterleib, auf der Vorderseite ein schwarzer Streifen.
Größe: bis zu 15 mm.
Allgemein: Aas- und Kotfresser, Überträger von Krankheiten, Weibchen legt bis zu 300 Eier im Nährsubstrat ab.

22

Quelle: 46094121 – Taufliege © jeanete_ehab

Taufliegen

Färbung, Erkennungsmerkmal: schwarze bis helle Färbungen in den unterschiedlichen Arten.
Größe: 1–6 mm, im Durchschnitt 2 mm.
Allgemein: 3000 Arten bekannt, auch Obst-, Frucht-, Gär-, Most- oder Essigfliegen genannt, legen bis zu 400 Eier in gärendes Material ab, z. B. Leergut, Obst, Bioabfälle usw.

Parasitische Insekten

Quelle: 81590100 – Bed bug on wood © avirid

Bettwanzen:

Erkennungsmerkmal: linsenartiger papierflacher Körper.
Färbung: rot-braun.
Größe: Körperlänge 4–6 mm, vollgesogen bis zu 9 mm.
Allgemein: Parasiten, 5 Häutungen – bei jeder Häutung eine Blutmahlzeit. Leben versteckt in Möbelritzen, hinter Sockelleisten, Steckdosen, in Spalten von Wänden, an Schlafplätzen des Menschen. Weibchen legt täglich 1–12 Eier, ca. 200 in gesamter Lebenszeit. Werden durch CO2-Ausstoß des Menschen angezogen.

24

Quelle: 30120482 – Pulex irritans © Cosmin Manci

Flöhe:

Färbung: hellbraun bis dunkelbraun.
Größe: Körperlänge 1,5–4,5 mm.
Allgemein: Parasiten, Larven ernähren sich von Ausscheidungen des Vollinsektes. Entwicklungszeit 2–4 Wochen. Maximale Lebensdauer 1,5 Jahre – in dieser Zeit legt das Weibchen bis zu 400 Eier ab. Man unterscheidet zwischen Pelzfloh und Nestfloh. Nestfloh bleibt in der Nähe des Schlafplatzes des Wirtes, Pelzfloh verbleibt beim Wirt.

Wildtiere

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Quelle: 70534309 – Marten beech (Martes foina) © svehlik

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Quelle: 3353674 – tauben – schön oder …© Bianka Hagge