Schaben und Kakerlaken

Schaben und Kakerlaken

Kakerlaken und allgemein Schaben sind den meisten Menschen eher aus dem Urlaub  in südlichen Ländern bekannt. Tatsächlich kommen nur sehr wenige der weltweit über 4.600 Arten in Deutschland vor und noch weniger davon führen zu Problemen. Es bestehen jedoch Ausnahmen, die vor allem für Unternehmen der Lebensmittelherstellung, Großküchen, Krankenhäuser, seltener auch Privathaushalte eine Rolle spielen.

Arten von Schaben

Foto von Kakerlaken

Kakerlaken verbreiten sich sehr schnell (Quelle: 126425930 – cockroaches © fotolia.com – wanchai chaipanya)

Schaben (Blattodea) sind in erster Linie Bewohner tropischer und subtropischer Regionen der Welt. Eine Ausnahme bildet die Deutsche Schabe (Blattella germanica), im Volksmund gerne als Küchenschabe bezeichnet. Sie zeigt verschiedene Brauntöne mit zwei dunklen Längsstreifen auf dem Thorax und wird bis zu 1,6 cm lang. Obwohl sie Flügel besitzt, ist sie nicht in der Lage zu fliegen. Stattdessen bewegt sie sich in sehr raschem Lauf und versteckt sich in dunklen Unterschlüpfen. Hier kann sie sich auch in extrem schmale Ritzen und Spalten pressen. Ebenso wie die Orientalische Schabe (Blatta orientalis) ist sie überwiegend nachtaktiv.

Auch diese Schabenart wird gerne als Küchenschabe bezeichnet, obwohl sie mit einer Maximallänge von 3 cm deutlich größer werden kann und zudem sehr dunkel bis schwarz gefärbt ist. Sie ist zudem ein außerordentlich schneller Läufer. Berühmtheit erlangte sie vor allem aufgrund ihrer Fähigkeit, auch Extrembedingungen bis hin zu radioaktiver Strahlung zu tolerieren.

Zuletzt ist die Amerikanische Schabe (eigentlich ~ Großschabe, Periplaneta americana) gelegentlich in westeuropäischen Haushalten anzutreffen. Sie wird häufig über den Seeweg eingeschleppt, verträgt die hier herrschenden, kälteren Lebensbedingungen jedoch nicht sehr gut. Alle drei vorgestellten Arten vermehren sich geschlechtlich – die Weibchen legen Eipakete, die sogenannte Oothek ab. Aus diesen schlüpfen nach einiger Zeit Jungtiere, was die Beseitigung zu einer langwierigen Angelegenheit machen kann.

Gelegentlich gelangen auch Arten, die von Interessierten in Terrarien gehalten werden oder als Futtermittel dienen sollen, in die Freiheit. Zu ihnen zählen beispielsweise verschiedene Fauchschaben-Spezies, die aufgrund ihrer Robustheit auch gerne in Medienproduktionen eingesetzt werden. Allerdings sind sie aufgrund ihrer Anforderungen an die Lebensbedingungen normalerweise nicht imstande, auf Dauer in Deutschland zu überleben.

Häufiger kommt es jedoch zu Verwechslungen mit einigen heimischen (auch neozoischen) Waldschabenarten, besonders der Bernstein-Waldschabe (Ectobius vittiventris). Diese Tiere sehen der Deutschen Schabe ähnlich, es fehlen jedoch die beiden dunklen Streifen. Vor allem jedoch können sie fliegen, was bei vielen Menschen zu Aufregung führt, wenn sie als Irrgäste in Innenräumen auftreten. Am Boden verstecken sie sich nicht zielgerichtet wie Küchenschaben, sondern wirken hilflos. Häufig werden sie von Lichtquellen in Wohnräumen angezogen, Nahrung können sie jedoch nicht finden, da sie sich ausschließlich von Pflanzenresten ernähren. Da sie weder Schaden anrichten noch Krankheiten übertragen und zudem kein dauerhafter Befall droht, ist es ausreichend, die Tiere auszusetzen.

Gefährlichkeit der Schabe

Kakerlaken auf Brotstücken

Kakerlaken auf Brotstücken (Quelle: 203649545 – Cockroach on a slice of bread © fotolia.com – frank29052515)

Grundsätzlich sind die Insekten fähig, Krankheitserreger zu übertragen. Dabei dienen sie als Vektor, indem Bakterien an ihren Panzern hängen bleiben und weitertransportiert werden.

Nachgewiesen wurde dies für Milzbrand, Tuberkulose und Salmonellen. Allerdings ist die Gefahr in Deutschland, insbesondere in Privathaushalten, nur eingeschränkt gegeben, da die ersten beiden Erkrankungen hierzulande extrem selten sind und die Bakteriensporen nur über einen Zeitraum von

maximal wenigen Tagen auf den Panzern der Tiere verbleiben.

Problematischer ist die Ausbreitung von Salmonellen, da diese auch in Westeuropa anzutreffen sind. Hier sind in erster Linie Krankenhäuser und Produzenten von Lebensmitteln wie Fleischereien oder Bäckereien gefährdet. In befallenen Krankenhäusern können Salmonellen-Infektionen zu ernsthaften Problemen führen, besonders, da die Gesundheit der Patienten gewöhnlich ohnehin angeschlagen ist. In der Lebensmittelherstellung steht häufig der wirtschaftliche Schaden im Vordergrund, sowohl durch (an-)gefressene als auch verdorbene Produkte.

Bekämpfung von Schaben

Tote Schaben an einer Falle

Wir bekämpfen Schaben und Kakerlaken effektiv (Quelle: 187633714 – A large number of dead cockroaches who died after falling into a trap. Stuck to the floor near the bait © fotolia.com – dmitriydanilov62)

Wenn das eigene Haus, die Wohnung oder gar der Betrieb von Schaben befallen ist, ist eine Beseitigung in Eigenregie nur selten erfolgversprechend. Das liegt vor allem daran, dass die Tiere sehr widerstandsfähig sind und sich in für Menschen vollkommen unzugänglichen Zwischenräumen verstecken können. Dies macht den Einsatz von gängigen Insektensprays – abgesehen von möglichen gesundheitlichen Schäden – relativ nutzlos.

Wichtig ist, jede Nahrungsquelle zu entfernen beziehungsweise luftdicht zu verpacken und für ausreichende Hygiene zu sorgen. Das gilt nicht nur für Lebensmittel, sondern auch für Tierfutter und Kompostabfälle. Weiterhin ist gründliches Putzen, auch unter und hinter Schränken und anderen Möbeln, unabdingbar, einerseits, um Schabenkot und Ootheken zu entfernen, andererseits, um weitere Nahrungsquellen zu beseitigen. Dabei gilt zu bedenken, dass die Tiere sehr lange ohne Nahrungsaufnahme auskommen und auch nach Wochen neue Generationen aus den bereits abgelegten Eiern schlüpfen. Aus diesem Grund sollte das Putzen regelmäßig wiederholt und der Inhalt des Staubsaugers dicht in Plastiktüten verpackt entsorgt werden. Unabhängig davon, ob die Kakerlaken privat oder von einem Experten wie Pestbusters bekämpft werden, ist daher Geduld angesagt.

Ist der Befall zu stark oder erweist sich die Bekämpfung der Schaben als erfolglos, sollten sich Betroffene nicht scheuen, als professionellen Kammerjäger die Schädlingsbekämpfung Pestbusters® zu engagieren. Wir als Kammerjäger bietet zumeist die sogenannte Gelbehandlung an, bei der ein Gel ausgebracht wird, das auf die Tiere anziehend wirkt. Fressen sie es, führt dies zu einer Vergiftung, die besonders effektiv ist, da sie sich durch Leichenfraß auch auf weitere Exemplare übertragen kann. Nach einem Durchgang werden häufig Klebefallen aufgestellt, um ein Monitoring des Befalls zu gewährleisten. Diese eignen sich nicht zur Vernichtung der Tiere, wohl aber zur Dezimierung oder um auf Befallsumfang oder Befallsfreiheit hin zu kontrollieren.

Benötigen Sie professionelle Hilfe bei der Beseitigung von Schaben?  Dann rufen Sie uns rund an – kostenfrei und rund um die Uhr: 0800 700 22 10.