Ameisen

Ameisen

Ameisen sind lästige Schädlinge (Quelle: 74325143 – Brown tree ant, Lasius brunneus extreme close-up © Henrik Larsson)

Ameisen (Formicidae) gehören zur Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) innerhalb der Gruppe der Insekten. Sie sind über alle Kontinente verbreitet, in Europa sind etwa 200 Arten bekannt.

Anatomie der Ameise

Eine Ameise ist auch für Laien leicht erkennbar. Die Tiere sind selten über 1 cm groß, der Hinterleib dehnbar, die Beine tragen am letzten Fußglied zwei Krallen für den sicheren Halt und dazwischen einen Haftapparat, mit dem sie sich mühelos auch auf senkrechten Flächen fortbewegen können. Die wichtigsten Werkzeuge sind ihre paarigen Fühler, die dem Tasten, Riechen, der Wahrnehmung von Temperaturen und Luftströmungen und der taktilen Verständigung (Betasten mit den Fühlern) untereinander dienen.

Ihre Komplexaugen bestehen aus einigen Hundert Einzelaugen. Ameisen besitzen zahlreiche Drüsen. Die Metapleuraldrüse produziert antibiotische Substanzen die dem Ameisenstaat im feuchten Untergrund schützt. Sowohl Königinnen, als auch Arbeiterinnen besitzen Giftdrüsen mit denen sie ihr Opfer besprühen. Viele Arten benutzen Ameisensäure zu ihrer Verteidigung. Der Dampf der Ameisensäure wirkt auf Kleintiere tödlich.

Ameisen auf einem Kandiszucker

Wir kümmern uns um die Bekämpfung von Ameisen (Quelle: 103871844 – Ameisen auf einem Kandiszucker ©fotolia.com – Rainer Fuhrmann)

Der Ameisenstaat – eine soziale Wohngemeinschaft

Die Ameise ist ein soziales Wesen. Man trifft sie immer in Gesellschaft von Artgenossen. Alle uns bekannten Ameisenarten sind in Staaten organisiert, die aus hunderten bis tausenden Tieren bestehen (eusoziale Insekten). Ihre Mitglieder sind alleine nicht lebensfähig. Das gut funktionierende Zusammenleben im Staat setzt Arbeitsteilung voraus. Reproduktion und Arbeitsleistung, wie Brutpflege, Nestbau, Verteidigung und Nahrungsbeschaffung sind getrennt.

Für die Vermehrung sind voll fruchtbare männliche und weibliche (Königin) Geschlechtstiere zuständig. Nur diese tragen Flügel. Die Arbeiterinnen (sterile weibliche Individuen) erledigen uneigennützig gemeinsam die Arbeiten in dieser Großfamilie. Die Angehörigen des Ameisenvolkes haben verschiedenes Alter, mindestens zwei Generationen leben zusammen. Dies garantiert der Gemeinschaft Kontinuität.

Die Fortpflanzung

Schwarzameisen befallen auch von Menschen bewohnte Gebiete (Quelle: 41635557 – Shiny black wood ant, Lasius fuliginosus on wood © Henrik Larsson)

Im Ameisenvolk sind nur die Geschlechtstiere zur Fortpflanzung fähig. Arbeiterinnen haben nur schwach entwickelte Eierstöcke. Die Begattung der Jungköniginnen findet auf dem Hochzeitsflug statt. Dabei sollen sich Geschlechtspartner aus verschiedenen Nestern paaren um Inzucht zu vermeiden (Ausnahme Pharaonenameise) und die Art zu verbreiten. Die begatteten Jungköniginnen kehren meist nicht in das ursprüngliche Nest zurück. Der Hochzeitsflug zu den Paarungsplätzen erfolgt bei vielen Arten sehr spektakulär unter Beteiligung von tausenden geflügelter Jungmännchen und Jungweibchen. Während des Schwirrfluges oder auf dem Boden findet die Besamung statt.

Bald danach gehen die Männchen ein. Die befruchteten Weibchen speichern das aufgenommene Sperma in einer Samentasche und beginnen eine neue Kolonie zu gründen. Sie suchen eine kleine Höhle oder einen Holzspalt auf um ihre Eier abzulegen. Wenn das Ei an der Samentasche vorbeigeleitet, wird etwas vom Sperma zugegeben. Aus diesen befruchteten Eiern entstehen weibliche Nachkommen. Aus Eiern, die kein Sperma erreicht hat, die also unbefruchtet geblieben sind entwickeln sich die Ameisenmännchen. Die Legeleistung einer Königin ist enorm. Von März bis Ende August legt eine Waldameise ca. 30 Eier täglich, bei selteneren Ameisenarten mit nur einer Königin, können es bis zu 300 Eier pro Tag sein. Die Eier werden sofort nach ihrer Ablage von den Arbeiterinnen übernommen und intensiv betreut.

Aus dem Ei entsteht eine Ameisenlarve. Nach dem Durchlaufen von meist vier Larvenstadien, bei denen die zu klein gewordene Haut abgeworfen wird, kommt die Puppe zum Vorschein. Bei Wald, Weg- und Roßameise spielt sich die Entwicklung (Metamorphose) in einem Kokon ab. Auch die Puppen werden in der Brutkammer von den Brutpflegerinnen überwacht und bei Gefahr an einen anderen, sicheren Ort transportiert. Aus der Puppe schlüpft schließlich die erwachsene Ameise.

Schwarze Ameise

Schwarze Ameise (Quelle: 48060774 – Black garden ant species Lasius © fotolia.com – paulrommer)

Pharaoameise: Gefürchteter Gesundheits- & Hygieneschädling

Die Pharaoameise (Monomorium pharaonis) stammt aus den Tropen und liebt Wärme. Sie ist sehr klein (bis 2,5 mm) und hellorange. Ihre Nester legt sie überall dorthin, wo Boiler oder Heizungen das ganze Jahr über in Betrieb sind. Dies ist besonders in Krankenhäusern der Fall. Da diese Tiere bei ihrer Nahrungssuche mitunter auch Wunden und Schleimhäute von wehrlosen Patienten befallen und dabei Keime übertragen sind Pharaoameisen gefürchtete Gesundheits- & Hygenieschädlinge. Der Befall durch diese Ameisenart kann auch in Hotels, Hallenbädern, Tiergärten, Großküchen oder in Wäschereien auftreten. Durch Kanäle und Schächte können sich die Tiere im ganzen Gebäude ausbreiten und dadurch eine echte Plage sowie ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Das Auslegen von Ködern sollte in befallenen Gebäuden immer von einem Fachmann erfolgen. Die Schädlingsbekämpfung Pestbusters® führt solch schwierige Bekämpfungen durch. Nur eine kontinuierliche Bekämpfung nach einem bei der Schädlingsbekämpfung festgelegten System bringt einen durchschlagenden Erfolg. Wenn auch nur eine Ameisenkönigin überlebt, verbreiten sich die Tiere neuerlich im ganzen Gebäude. Ein ähnlicher Hygieneschädling ist die Schwarzkopfameise (Tapinoma melanocephalum). Die Weißfußameise (Technomyrmex albipes) taucht vor allem in Küchen und Bädern auf und können Krankheitserreger, wie Schimmelpilze übertragen.

Ameise als Holz- und Bautenschädling

Gefährliche Kombination: Holzameisen ernähren sich vom Honigtau der Blattläuse (Quelle: 41635557 – Shiny black wood ant, Lasius fuliginosus on wood © Henrik Larsson)

Heimische Ameisenvölker, insbesondere die Wegameisen (Lasius) nutzen Holzteile, die durch Pilze und holzzerstörende Insekten bereits angefault und geschädigt sind, als Nistplätze. Modernes Baumaterial wie eine Schaumkunststoffplatte oder ein durchfeuchtetes Wärmeverbundsystem eignet sich hervorragend als Nest. Die braune Wegameise (Lasius bruneus) ist in Deutschland weit verbreitet und gilt als gefährlicher Materialschädling. Sie bewohnt in Häusern gern Zwischendecken wo sie ihre Nester in den Dämmstoffen oder in morschen Balken anlegen. Die Ameisenplage in einem Haus

fällt meist erst auf, wenn die geflügelten Weibchen und Männchen das Ameisennest verlassen.

Zu den holzzerstörenden Ameisenarten zählen die Roßameise (Camponotus ligniperda), die Glänzendschwarze Holzameise (Lasius fuliginosus), die Zweifarbige Wegameise (Lasius emarginatus), die Braune Wegameise (Lasius bruneus) und die Wohlriechende Hausameise (Tapinoma sessile). Ameisenarten, die sich im Haus angesiedelt haben, sind besonders schwierig zu bekämpfen.
Nur der professionelle Spezialist wie die Kammerjäger von Pestbusters® kann erkennen, um welche Ameisenart es sich handelt, für die hinsichtlich ihrer Bekämpfung unterschiedliche Maßnahmen erforderlich sind.

Pflanzenschädlinge

Die Ameise züchtet Blattläuse, denn sie liebt deren Honigtau, den sie durch Melken der Blattläuse gewinnt. Dafür schützt das Ameisenvolk die Blattläuse. Diese sind Pflanzenschädlinge und zerstören die Pflanzen in Haus und Garten. Zu den Pflanzenschädlingen zählt die bei uns sehr häufig vorkommende schwarze Wegameise (Lasius niger).

Lästige Ameise

Ameisen können sehr lästig werden (Quelle: 48479144 – Carpenter ant, Camponotus herculeanus, Rossameise, rescuing egg © fotolia.com – Henrik Larsson)

Lästlinge

Als Lästling gilt jede Ameisenart, die Häuser und Wohnungen nur auf der Suche nach Nahrung betritt. Gemeine Rasenameisen (Tetramorium caespitum) und Schwarzgraue Wegameisen (Lasius niger) zählen zu den harmlosen Lästlingen.

Eingeschleppte Ameisenarten

Die Argentinische Ameise (Linepithema humile) stammt aus Südamerika, ist hellbraun und größer als beheimatete Arten. Die eingeschleppten Tiere bilden Superkolonien die sich über große Areale erstrecken. Sie richten durch ihr aggressives Verhalten beträchtlichen Schaden an, reduzieren heimische Arten und können, da sie große Mengen Blattläuse züchten, indirekt zur Zerstörung von Nutzpflanzen beitragen. Eine professionelle Ameisenbekämpfung durch einen Kammerjäger ist notwendig, wenn die Anwesenheit der Tiere ein hygienisches Problem darstellt (Küchen, Spitäler, Fabriken, Hallenbäder), sie als störend empfunden werden oder Pflanzen geschädigt werden.

Ameisen erfolgreich bekämpfen

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